Highlights vom PNS Kongress 2026 (Kathrin Doppler & Lars Masanneck)

Shownotes

Was vom PNS-Kongress 2026 bleibt – und was davon wirklich in der Praxis ankommt: In der ersten Folge von SynapTalk – Neurologie im Dialog sprechen Prof. Dr. Doppler und Dr. Masanneck über ihre persönlichen Highlights aus Maastricht und ordnen zentrale Entwicklungen für den klinischen Alltag ein. Im Fokus steht unter anderem die Small Fiber Neuropathie (SFN), ein häufiges, aber diagnostisch und therapeutisch herausforderndes Krankheitsbild, bei dem insbesondere immunvermittelte Mechanismen, Autoantikörper und die Frage nach geeigneten Studienendpunkten intensiv diskutiert werden.

Darüber hinaus beleuchten die beiden die Rolle des Komplementsystems als zentralen Bestandteil der Immunantwort und diskutieren neue Ansätze in der Pathophysiologie neuropathischer Schmerzen. Auch aktuelle Entwicklungen bei CIDP, MMN und autoimmunen Nodopathien werden praxisnah eingeordnet, ebenso wie neue Erkenntnisse zu Biomarkern, moderner Phänotypisierung und digitalen Endpunkten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Guillain-Barré-Syndrom, das in seiner klinischen Heterogenität, Prognose und Studienlandschaft beleuchtet wird. Abgerundet wird die Folge durch einen kurzen, praxisrelevanten Hinweis zur diabetischen autonomen Neuropathie.

Zum Abschluss teilen beide Expert:innen ihre wichtigsten Take-home-Botschaften und diskutieren, welche Impulse aus Maastricht schon heute die neurologische Praxis beeinflussen können.

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00:00:00: Also ich glaube, man muss die Patienten-Patientin da abholen wo sie sind und was haben die für Geräte?

00:00:05: Die haben halt Smartphones und Smartwatches.

00:00:07: Wir müssen als Mediziner-Medizinerinnen lernen die zu verwenden die Daten, die haben auch medizinisch

00:00:12: zu benutzen.

00:00:13: Es war wirklich von allem auch wieder was dabei und es zeigt nur wie viel Bewegung halt auch in dem Feld drin ist und zeigt auch wie heterogeen die Purple Nurse-Seite ist mit grad diabetischen Neuropathien den Herediteren, den Autoimmunern, den Toxischen...

00:00:28: Dann hat man aber an der anderen Seite klinische Takeaways wo man doch sehr konkrete klinische Sessions hat und auch ein paar Sachen

00:00:36: mitten für die Praxis.

00:00:37: Biomarker entwickeln können, die uns vorher zeigen welcher Patient überhaupt auf welches dieser Medikamente anspricht damit die richtigen Patienten dann auch die richtige Medikamente bekommen.

00:01:00: Liebe Zuhörer, liebe Zuhöhrin, liebe Kolleginnen und Kollegen.

00:01:03: es freut uns heute ganz besonders euch und Sie zur ersten Folge von Synaptalk.

00:01:08: Willkommen zu heißen, es ist ein Podcast von dem es mehrere Episoden dieses Jahr geben wird mit Kongress-Updates vor allen Dingen zu neuromuskulären und neuroimmolologischen Themen.

00:01:16: Und mein Name ist Lars Nasanneck.

00:01:17: ich bin Erzherkollege aus der Uniklinik Düsseldorf und ich bin hier mit Frau Prof.

00:01:22: Katrin Doppler aus Würzburg.

00:01:23: und worüber sprechen wir heute?

00:01:25: Wir sprechen heute über das PNS Meeting, den jährlichen Kongress der Peripheral Nerve Society.

00:01:31: Der in Maastricht stattgefunden hat dieses Jahr, den wir beide besucht haben und von dem denke ich wir viele Eindrücke mitgenommen haben für unseren klinischen Alltag und auch von unserem Alltag als Wissenschaftler.

00:01:41: Ich meine für dich ist es ja gewissermaßen Heimspiel Haben wir schon festgestellt du bist schon lange in der PNS Society aktiv.

00:01:47: Für mich war es ehrlicherweise das erste Mal auf diesem Kongress.

00:01:50: Deshalb fange vielleicht mal an was waren eigentlich deine Highlights oder vielleicht ein erstes Highlight von dir?

00:01:56: Highlights gab es natürlich viele.

00:01:57: Es hat mich zum einen gefreut, dass der Sub gewachsen ist.

00:01:59: dieser Kongress überhaupt mit den letzten Jahre war diesmal ja wieder in der Rekordteilnehmerzahl, was ich sehr spannend fand.

00:02:06: Obwohl das Thema nicht ganz neu ist und tatsächlich die Small Fiber Neuropathien ein Thema mit dem ich mich auch schon seit Jahren befasse, auch Patienten damit sehe muss aber diesmal wirklich auch wieder interessante Talks gab.

00:02:19: Katharina Farber aus Maastricht hat ja eine Lecture gehalten, die ich sehr spannend fand.

00:02:27: Das war auch ein Highlight.

00:02:29: Und was, also ich meine Small Fiber Neuropathien sind natürlich irgendein klinisch manchmal schwierig greifbares Thema weil es so divers ist.

00:02:36: Was waren für dich die neuesten Sachen, die du mitgenommen hast von den Small Fibernäuropatien?

00:02:42: Ich fand es schön einen sehr schönen Überblick und was ich mitgenommen habe ist dass es gar nicht so viele Idiopathische gibt zwar vierzig Prozent was natürlich ein großer Anteil ist aber in Dem Vortrag wurde ja auch betont, dass zum Beispiel neunzehn Prozent immunologisch vermittelt sind.

00:03:00: Geht man zumindest davon aus, sodass es da auch Therapieansätze gibt – ungefähr fünfzehn prozent herediter.

00:03:08: was jetzt zunächst nicht arg viel klingt.

00:03:12: Aber, was es doch bedeutet?

00:03:13: Das wir in unserem klinischen Alltag doch bei einem großen Anteil der Patienten wirklich einmal auch an Autimuneursachen denken müssen und eben auch an erbliche Ursachen also eine molekulärgenetische Diagnostik bei der Erkrankung nicht außer Acht gelassen werden sollte.

00:03:33: Nicht einfach, das in der Fläche umzusetzen.

00:03:35: Wir wissen also ja glaube ich aus der eigenen Erfahrung wie schwierig es ist überhaupt da die richtigen Kliniken Pathways ausser aufzusetzen damit er stattfindet.

00:03:43: Nimmst du da schon jetzt von den Vorträgen was mit?

00:03:46: macht ihr jetzt irgendwas anders?

00:03:47: oder habt ihr das im Würzburg vorher auch schon so gemacht?

00:03:50: Also vieles haben wir natürlich schon bedacht, was man sich ja für die Zukunft aber auch noch bedenken sollte.

00:03:57: Dass vielleicht doch ein größerer Anteil noch Antikörper vermittelt ist wobei man da tatsächlich einschränkend dazu sagen muss dass viele der Autorantikörper an den Spinalgänglern zum Beispiel FGFR III eben Plexi in die Eins, zum Beispiel nicht in kommerziellen Laborstests passen oder nur in sehr wenigen spezialisierten Labors und zu vielen gar keine guten validierten Tests gibt.

00:04:23: Aber es wird in der Zukunft sicher noch zunehmen.

00:04:25: Da sollte man auf jeden Fall dran denken.

00:04:27: Es wurde auch betont dass man gerade noch mehr auf die Längenabhängigkeit achten sollte.

00:04:32: Gerade die Nichtlängen abhängigen sind doch eher verdächtig für entzündliche Ursachen.

00:04:38: Bei den herredetären machen wir zwischen relativ viel molekulär genetische Diagnostik, aber weil ich in Zukunft auch noch niederschwelliger anbieten.

00:04:47: Weil eben ja auch betont wurde das eben die Therapie vor allem in der Zukunft, der wahrscheinlich doch sehr davon abhängt ob vielleicht eine Mutation im Nazi-Kanal vorlegt und die Patienten dann möglicherweise auf andere Therapien ansprechen.

00:05:04: Es ist zwar so, dass es noch zur Nav-Einspunkt Acht wurde gesagt.

00:05:11: Studien laufen aber es jetzt noch kein direkt verfügbares Medikament gibt.

00:05:16: bei Nav-einspunkt sieben das LAKOSA mit möglicherweise was helfen könnte ja wird sich sicherlich in der Zukunft da noch viel zeigen.

00:05:27: Aber wichtig ist, dass man die Patienten auch identifiziert.

00:05:29: Das ist eigentlich spannend.

00:05:30: So ein Bild, das erleben wir in ganz vielen Krankheitsbildern der Neurologie, dass wir einfach mehr und mehr lernen welche Gruppen dann doch sehr personalisiert und auch ganz Pathophysologie bezogen dann irgendwie therapiert werden müssen weil man eben doch lernt okay es gibt unterschiedliche Mechanismen in Erkrankungen wo vor dachten ist es irgendwie eine.

00:05:49: Genau das macht das ganze spannend was ich auch spannend finde betrifft ja auch viele Erkrankungen.

00:05:53: Aber unter anderem, wo das ja auch bei den Small Fibre Neuropathie noch betont ist dass es möglicherweise eben doch auch sowas wie Second Hits gibt, dass einfach eine genetische Prädisposition da ist und dann was dazukommt kann irgendwas Metabolisches sein wie ein Diabetes oder doch irgendwelche Autimunphänomene die dann letztendlich zu einer Erkrankung führen.

00:06:15: Super spannend!

00:06:16: Also ich nehme für mich mit wir müssen noch genauer hinschauen bei den Lernen, welche Patienten von welcher Therapie in Zukunft da doch profitieren können.

00:06:27: Und mal gucken wahrscheinlich für diese Zahl mit vierzig Prozent Idiopathischen die du eben genannt hast über die Jahre auch noch singen.

00:06:33: Ja

00:06:34: hoffen wir mal.

00:06:34: ich denke dann müssen alle die Augen offen halten um die richtigen daraus zu fissen die eben dann doch offener Therapie profitieren.

00:06:41: Ja, vielleicht in die Richtung gedacht.

00:06:44: für mich ein Highlight was eigentlich ganz gut dazu passt wo ich sagen muss.

00:06:48: Ich fand das ausspannend ist es überhaupt dieses Thema Phinotypisierung und wie lerne ich in welchen Erkrankheiten es eigentlich welche Gruppen gibt eine Riesenrolle gespielt hat, fand ich Also jetzt gerade auch bei den entzündlichen Neuropathien, wenn wir irgendwie CDP oder GBS anschauen gab es viele Arbeiten auf dem PNS die sich eigentlich genau das angeschaut haben und zwar entweder über so biologisches Profiling.

00:07:12: Es gab echt tolle Proteomics-Arbeiten zum Beispiel von den Kollegen und Kolleginnen aus Bochum oder aus Berlin Ja auch viel Biomarkerforschung vorgestellt, aber es gab auch so klinische Phenotypisierung.

00:07:26: In dem Fall gab's zum Beispiel auch einen Bruster von der Powder-Quintausbuch um die eigentlich gezeigt haben okay wenn wir über ganz viele Unikliniken ich glaube neun oder zehn Stück die Patienten pulen und uns das Therapie ansprechen und den klinischen Phenotype anschauen dann gibt's eigentlich vier bis fünf Cluster von Patienten und Patientinnen, die auf verschiedene Therapien in dem Fall natürlich dann Immunglobuline oder Steroide unterschiedlich gut ansprechen.

00:07:50: Das ist was.

00:07:50: also man hat ja manchmal so ein Bauchgefühl in der Klinik.

00:07:54: aber das mal greifen zu können und dass vielleicht auch dann weiterzudenken und in der Praxisflechentecken umzusetzen fand ich super spannend

00:08:02: Denke ich auch, dass gerade diese Clusterung von verschiedenen klinischen Phenotypen und sonstigen Merkmal- und Biomarkern sicherlich in der Zukunft noch eine große Rolle spielen wird.

00:08:12: Da spielt ja dann auch das Thema zunehmende Digitalisierung, zunehnende Möglichkeiten so was auch Computerbasiert auszuwertend eine große Role.

00:08:20: Was fand du da in die Richtung?

00:08:22: Ist ja auch dein Fachgebiet noch spannend!

00:08:25: Da fühlte mich natürlich zu Hause.

00:08:26: Das fand ich auch schön, dass es auf dem Kongress auch nur eine Rolle gespielt hat.

00:08:30: also es gab ist natürlich irgendwie ein nischen Thema, das ist klar.

00:08:33: Aber es gab doch ein paar spannende Arbeiten dazu aus ganz verschiedenen Arbeitsgruppen.

00:08:39: Wir hatten ein kleines Prost dazu, dass ein bisschen unsere Smartwatch-Staten gezeigt hat.

00:08:43: bei CDP – das auch schon zeigt so selbst so Real World Data von Patienten zu Hause hilft eigentlich dabei eine Krankheitsschwere einzuschätzen.

00:08:50: aber es gab auch ganz dedizierte Arbeiten in anderen Fachrichtungen, seien sie sicher editären Neuropathien.

00:08:56: da gab's sogar einen Vortrag dazu verschiedene digitale Biomarker verwendet werden können, um eine Erkrankung einerseits zu pferden und typisieren aber andererseits auch im Verlauf viel besser zu monitorieren.

00:09:08: Und was ich da spannend finde ist dass ich jetzt persönlich wirklich glaube das die neuromuskulären Erkrankungen oder überhaupt dieses Feld eigentlich von fast allen medizinischen Fachbereichen die wir so haben am besten dafür geeignet ist weil Motorik aufzunehmen oder wie Menschen sich über die Zeit bewegen lernt eigentlich dazu einen digitalen Tool zu benutzen.

00:09:30: Und die haben das gezeigt für erstmal ganz standardisierte Tests in Laborumgebung, wo ich eben Axelrometer und so an der Hüfte verwende.

00:09:41: Aber die haben gezeigt wenn ich das Patientin mit nach Hause gebe funktioniert es eben auch noch.

00:09:45: Es gibt ja in Europa mittlerweile den ersten digitalen Endpunkt bei Duchenne zugelassen wurde und die Arbeitsgruppe dort von der Katie Eichinger heißt sie glaube ich aus den USA die sagen, okay wenn wir jetzt aber einfachere Methoden noch finden das auch im echten Leben zu messen und eben nicht nur in Studien.

00:10:06: Dann kann man darauf aufbauen und Patienten-Patientinnen auch longitudinal zu Hause langfristig besser monitorieren und das fand ich echt spannend!

00:10:13: Ja, vieles ist ja sicher auch optimal als Outcome-Messer für klinische Studien.

00:10:18: Manches hoffen wir aber ja auch dass es Eingang in den klinischen Alltag findet wo immer so ein gewisser Kompromiss da sein muss zwischen der Praktikabilität und das natürlich gut validierte Daten trotzdem liefern muss.

00:10:29: Gibt's da irgendwas wo du sagen würdest?

00:10:31: Das ist sowas was im klinischem Alltag eine Rolle spielen wird bald?

00:10:36: Also ich glaube man muss die Patienten Patientinnen da abholen wo sie sind Smartphones und Smartwatches.

00:10:43: Und die, wir müssen als Mediziner-Medizinerinnen lernen, die zu verwenden um die Daten, die haben auch medizinisch zu benutzen.

00:10:49: das glaube ich wirklich dran.

00:10:51: und es gibt zum Beispiel eine Arbeit.

00:10:54: unter anderem war die Charité daran beteiligt.

00:10:57: Die haben gezeigt man kann natürlich hochaufwendige drei D Rekonstruktionen in Studien Settings machen wie Patienten Patientin sich bewegen aber das skaliert schlecht.

00:11:05: Das wird nie den Weg in der neurologische Praxis finden.

00:11:08: Aber die sind dann den Weg weitergegangen.

00:11:11: Das ist ein Projekt, das heißt Dancer auf der ganzen oder Nordamerika auf jeden Fall und auch Queens University.

00:11:18: Man kann dann den Schritt weitergehen und sagen ich mache einen Video von dem Patienten-Patientin und versuche diese drei Bewegung zu rekonstruieren.

00:11:25: Ich nehme also einen Format was ich überall habe ganz normales Video und rekonstruiere einen viel komplexeren Datensatz über die Bewegungen von Patientinnen und Patienten.

00:11:33: Dass es eigentlich etwas von der Technologie kann man das überall durchführen.

00:11:38: Das ist für mich zum Beispiel gewesen, okay da schafft es vielleicht jemand einen sehr komplexen Sachverhalt den wir aktuell nur in Studien abbilden können.

00:11:46: In Settings zu bringen wo's vielleicht in ein paar Jahren auch in der Praxis eine Rolle spielen kann.

00:11:50: Zum Beispiel zur Verlaufsbeurteilung.

00:11:54: Ja das wird sich in der Zukunft auch noch sehr spannend sein.

00:11:57: wenn man jetzt von den digitalen Biomarkern weggehen wurde ja auch allgemein viel über Biomaker gesprochen.

00:12:05: Welcher hältst du da noch vielversprechend für die Zukunft?

00:12:08: Also ich fand, die Arbeiten auch wieder hier aus Berlin.

00:12:12: Die Frau Gestasche hat ja einen tollen Vortrag gehalten wo sie auch nochmal die Arbeit von ihrer Arbeitsgruppe dargestellt hat.

00:12:19: Die haben einerseits nochmal so ein bisschen unterstrichen das NFL bei bestimmten Neuromusklerienerkrankungen.

00:12:25: Sie haben es jetzt auch für die CDP oder Neuropathie eben gezeigt dass dann sinnvoller Verlaufs Biomarker sein kann.

00:12:33: Das sind ja jetzt schon mehrere Arbeiten, die das gezeigt haben und das finde ich bestätigt.

00:12:36: Ich muss dazu auch sagen wir tun uns da manchmal selber noch schwer in unseren eigenen Kohorten.

00:12:44: Man muss noch lernen wie man dieses Signal glaube ich gut interpretiert.

00:12:48: aber sie hat auch andere Beispiele gezeigt zum Beispiel Kalkprotektin was eben eine gute Rolle für die Krankheitsaktivität oder ein guter Biomarker für die Krankheitsaktivität sein kann.

00:12:57: Und das fand ich spannend, weil das ist ein Biomaker den kennt man aus anderen, wenn man jetzt bei uns in die Gastroenterologie schaut da kann man in jedem Labor bestimmen es ist günstig und vielleicht spielt das ja wirklich eine paar Jahre Rolle für bestimmte Fragestellungen.

00:13:10: Das fand ich ganz spannend.

00:13:12: Ja, ich denke auch der Ansatz über Proteomics da noch mehr rauszufinden fand ich auch sehr interessant und das man hoffen kann dass man dann noch in der Zukunft von mehr Biomarker finden kann.

00:13:22: Weil das ja schon ein Problem einfach bei der CDP ist, dass wir keinen guten Biomaker haben.

00:13:27: Da gab es ja auch mehrere Arbeiten zu sowohl dann zu Proteomics eben in CDP aber auch GBS.

00:13:33: Hast du da was, was du besonders spannend fandest?

00:13:35: Was noch mehr erfolgen würdest.

00:13:36: Also ich fand, habe ich eben schon mal gesagt die, so dieses Clustering, was sie auch wieder die Buche gemacht haben.

00:13:40: Die haben andererseits dieses klinische Phenotyping gemacht und dann eben die Biomarker mit der... Frau Dr.

00:13:45: Öztück, die das vorgestellt hat obendrauf.

00:13:48: aber es gab glaube ich auch andere Arbeitsgruppen die sowas gezeigt haben?

00:13:50: Ja es waren ein paar so eher proteomics basierte Arbeiten was sich immer gut finde um halt überhaupt mal ja Hypothesen zu generieren welche Biomarke eine Rolle spielen können.

00:13:58: das muss natürlich dann noch validiert werden.

00:14:00: Was ich jetzt in Richtung Biomarker eigentlich spannend fand ist dass doch sich zunehmend das Neurofilament eher als das rausstellt, was doch verwendet wird.

00:14:10: Am Anfang dachte mir es ist einfach so unspezifisch.

00:14:12: Es ist ja bei jeglicher Art von Erkrankungen mit einem axonalen Schaden einhergeht erhöht, was auch so ist und... Da war ja in der Vergangenheit noch Peripherien, Periaxin als möglicherweise etwas spezifischere Marker diskutiert worden.

00:14:28: Trotzdem wird es doch in den meisten Studienes Neurofilament verwendet was natürlich auch daran liegt dass da einfach gute Möglichkeiten breit verfügbare Möglichkeiten gibt es zu bestimmen.

00:14:38: das ist gut validiert und daher sehe ich jetzt doch dass sich das zunehmend doch auch als ein ganz sinnvoller Biomarker rausstellt.

00:14:46: Ich denke, es ist schon was, dass man auch für die Zukunft mitnehmen kann.

00:14:49: Dass man das gerade bei den CDP-Patienten doch mal bestimmen kann.

00:14:53: Auch wenn die Frage ist wie viel Aktivität der Erkrankung ist da noch da?

00:14:57: Ja, finde ich ein total praktischen Tipp.

00:14:59: Gerade weil's jetzt so weit verfügbar wird.

00:15:02: Bei uns ist es mittlerweile auch im Zentralabor angekommen.

00:15:06: In unserer Klinik ist es langsamer möglich.

00:15:08: niederschwelliger zu bestimmen.

00:15:09: Ja, und in den Laboren kommt eben auch das an was eben tatsächlich nicht unbedingt spezifisch ist sondern bei vielen Erkrankungen angewandt werden kann.

00:15:16: Das sind eben da nicht unbedingt die ganz spezipischen Biomarke aber es dann oft einfach auch manchmal praktikabel ist zum Bestimmen.

00:15:22: Was dich ja auch aufs beschäftigt glaube ich ist neuropatischer Schmerz.

00:15:26: Gab's dazu auch ein Highlight oder irgendwas wo du sagen würdest?

00:15:29: Da gab's jetzt auf dem Kongress warst du spannend fandest

00:15:33: Also neuropatischer Schmerz und Antikörper, gerade diese Kombination finde ich sehr spannend.

00:15:38: Da fand ich grad an dem ersten Tag am Education Day im Vortrag von Peter Crays auch ganz spannend wo es um Spinalganglien ging.

00:15:47: Es geht allgemein muss man sagen in den letzten Jahren zunehmend um Spinaeganglien.

00:15:51: die Grücken mehr in den Fokus was grade in Hinblick auf Schmerzen interessant ist.

00:15:58: Und ich fand es interessant auch diese Beobachtung dass sich bei Schmerzens Antikörper ablagern können an Spinalganglien, auch in Tiermodellen mit CCI.

00:16:09: Also mit einer künstlichen Nervenlesion, dass sich da Antikörper auch Immunkomplexe an Spinaeganglienablagerung lagern und dann Schmerzen hervorrufen können.

00:16:20: das fand ich sehr interessant.

00:16:22: er hat ja auch eine Arbeit durchgeführt in seiner Universität in Houston, Texas.

00:16:31: Wo gezeigt wurde das sogar FKT-Gemot bei Mäusen da Schmerzen reduzieren kann.

00:16:35: Das sind natürlich sehr vorläufige Daten und man ist nicht... als so viel für die Zukunft schon vorhersagen sollte.

00:16:44: Aber es ist auf jeden Fall ein spannender Ansatz, sodass ich denke das einmal auch die unspezifische Ablagung von Antikörper an Spinalgängen oder die Ablagungen von Immunkomplexen.

00:16:51: Das ist ja nicht direkt unspezivisch aber weniger durch ein direktes Epitop eine Rolle spielen könnte bei Schmerzen und aber auch die Arbeiten, die eben zeigen dass auch Antikörpers spezifisch am Spinalgang im Binden können Und so eben Neuropathien, neuropatische Schmerzen hervorrufen können.

00:17:10: Das finde ich total faszinierend!

00:17:11: Ich muss sagen, ich kenne mich mit diesem Feld auch zu wenig aus.

00:17:14: Ich habe da auf dem PNS ein paar Prosa- und Vorträge gesehen und hab nur gedacht okay... Da gibt es glaube ich ganz viel was ich vorher nicht verstanden habe aber das wir auch noch gar nicht verstehen wie eben das Immunsystem dann doch mit Schmerz und der überhaupt der neurologischen Funktionen in der Präferie zusammenhängt, wo ich wirklich der Vorstand gedacht habe.

00:17:36: Okay das ist irgendwie an mir vorbeigegangen.

00:17:39: also super spannend hast du da noch.

00:17:42: es gab ja auch so ein paar Beispiele wo dann noch mit bestimmten Erkrankungen berichtet wurde?

00:17:49: Ich glaube wir haben einmal drüber gesprochen einen Poster zu Long Covid.

00:17:52: Ja es gab auch Daten die eben zu Long covid und Molf Heibenauberhinde oder Autonomabeteiligung danach Dinge gezeigt haben, auch was ich spannend finde.

00:18:02: Gabs auch ein Poster dazu und gibt es ja auch schon Publikationen von verschiedenen Arbeitsgruppen dazu Passiv-Transfer von Long Covid das heißt wenn man das Serum von Patienten auf Mäuse oder Ratten überträgt.

00:18:16: Auf dem Poster waren's Mäusel aus Utrecht war das Poster dass man dann eben doch auch Symptome hervorrufen kann.

00:18:23: Das finde ich einfach spannend.

00:18:24: und ja das Immunsystem In Kombination mit Nerven und Schmerz bleibt spannend für die Zukunft.

00:18:30: Da bist du auch zu Hause!

00:18:32: Das finde ich wissenschaftlich sehr spannend, ja?

00:18:35: Genau im klinischen Alltag ist natürlich immer die Frage was nehmen wir vor unsere Patienten mit Immunneuropathien mit?

00:18:42: da gab es ja auch wieder spannende Dinge gerade auch zu den Akuten Immuneuropatien beim Teeber in Guillain-Barré-Syntrome, da gab es ja einen großen Vortrag.

00:18:52: Was hast du da Neues rausgezogen?

00:18:54: Also den fand ich total spannend.

00:18:55: das war vom Bart Jakobs eben aus Rotterdam die nochmal also im Grunde war das so eine State of the Art Lecture wo einfach noch mal zusammengefasst wurde okay was kennen wir jetzt aus diesen großen Registerstudien eigentlich zum Teil auch international von den letzten Jahren und Jahrzehnten?

00:19:14: was hat sich eigentlich bestätigt klinischen Pitfalls, die wir daraus ableiten.

00:19:19: Und ich finde es sind einfach nur so ein paar harte Fakten, die bei mir kleben geblieben sind weil man kennt das Krankheitsbild irgendwie aus der Klinik und man weiß auch um viele dieser Fallstricker.

00:19:30: aber einfach die nochmal quantifiziert zu sehen in tausenden von Fällen fand ich total aufregend.

00:19:34: Das ist nämlich einmal dass die Lombarpunktion zwar total sinnvoll ist aber das eben bei einem Drittel das Eiweiß unauffällig verbleibt.

00:19:44: Vor allem am Anfang, ja?

00:19:45: Vor allen Dingen am Anfang.

00:19:46: und dass eben dieser Peak wenn wir früh dran sind mit der Lombarpunktion ist der Peak erst in der Ende der ersten oder sogar in der zweiten Woche kommt, wenn die Patienten zum Teil ja schon hoch symptomatisch sind.

00:19:56: und das einfach nochmal so bestätigt zu sehen fand ich z.B.

00:20:00: spannend und genauso... diese Überblicke zu erregern und Infektionen, dass eben bei vierzig Prozent ungefähr der Patienten Patientin die davor gestellt wurde.

00:20:11: Man eine Seronegativität für Erreger hat man kriegt ihn nicht raus oder in vielen Fällen werden sie auch gar nicht berichtet.

00:20:18: danach hatte sich dann so dargestellt wie das was wir auch kennen.

00:20:21: am häufigsten ist dann der Campylobacter mit dreizig Prozent und dann kommt irgendwie alles so danach Das einfach mal so auf den Punkt zu bringen und zu zeigen, okay das sind die Daten die wir jetzt gesammelt haben bei einem Krankheitsbild was ja doch an den einzelnen Standorten relativ also relativ selten selten ist.

00:20:40: Und dass über viele große internationale Projekte zusammenzutragen fand ich toll auch dass man dann sagt ok wir vergleichen und da sieht man jetzt in vielen der GBS Studienjahr man versucht eben zu vergleiche zu diesen Referenz Gehorten weil es so schwierig ist beispielsweise Placebo oder andere Vergleichsgruppen zu finden.

00:20:58: Und auch da noch mal bestätigt zu sehen, okay zwischen eWix und Plasma-Ferese sehen wir in der Klinik in diesen großen Kohortenstudien keine

00:21:06: Unterschiede.".

00:21:08: Das sind alles so Sachen, die er einfach sehr überzeugend dargestellt hat.

00:21:10: Das fand ich einen ganz tollen Teaching-Vortrag auch.

00:21:12: Ja das war ein super Überblick und man sieht auch was halt solche großen Gehörten bringen.

00:21:16: Gerade die Algos-Kohorte wurde ja über viele Jahre aufgebaut.

00:21:19: Mehrere tausend Patienten weltweit in dieses große internationale GBS Register eingeschlossen.

00:21:25: Was für die einzelnen Zentren auch viele deutsche Zentren viel Arbeit war.

00:21:29: aber man sieht es dass man da alles rausholen kann an Daten ist beeindruckend und auch als Vergleichsgehorte für klinische Studien.

00:21:36: Sehr spannend zu sehen, was da jetzt über Jahre noch rauskommt aus dieser großen Studie.

00:21:41: Ist ja dann auch gezeigt worden dass eben bei den neuen Ansätzen dies fürs GBS ergibt einerseits dieses Antikörper-Cleaving der EEGs oder eben auch Komplementinhibitionen das diese Kohorte dann eben oft als Referenzkoorte eingesetzt wird.

00:21:55: Ja, beim GBS gibt es ja auch interessante mögliche Ansätze für zukünftige Therapien.

00:22:01: Was ist dir da besonders in Erinnerung geblieben?

00:22:03: Einerseits oder ein gutes Beispiel fand.

00:22:05: ich war eben diese Imlifidase-Studie die vorgestellt wurde wo eben genau das zum Tragen kam, wo man aus der Algosco heute die EVIX Referenzgruppe genommen hat und damit verglichen hat jetzt die Studienpopulation die eben im Liphidase diesen IGG Cleaving Mechanismus bekommen hat mit EVIX zusammen.

00:22:22: Und dann hat man die Summary Statistics von beiden verglichen.

00:22:25: Die Daten sind noch preliminär, so viel konnte man da jetzt an Aussagekraft noch nicht rausziehen aber es bleibt eben spannend zu sehen was dabei rauskommt.

00:22:31: Ja in dem Kontext besteht ja auch oft die Schwierigkeit dass das Liquidiverse wie du vorhin ja schon thematisiert hattest am Anfang noch normal ist und wir trotzdem möglichst früh therapieren sollen also im Anfang oft Diagnose Stellung auch noch erschwert ist sodass sich da auf die Frage stellt Hat der Patient jetzigen ging bei Resyntrom?

00:22:50: sollten wir mit der Therapie starten?

00:22:52: oder doch nicht.

00:22:54: Das bringt mich vielleicht schon so ein bisschen zu dem anderen, für mich einen Highlight des Kongresses.

00:22:59: das war so diese andere State of the Arc Lecture zum Komplimentsystem.

00:23:04: Ja ist ja übers GBS hinaus eine spannende Ansatzpunktkappe.

00:23:07: MMM bei CDP.

00:23:09: was fandest du da speziell spannend?

00:23:10: Es gab einen Vortrag von Marina Botto heißt die gute Dame als eine Italienerin die mittlerweile in London teacht und zwar sage ich mal Fachübergreifend Rheumatologie, Hämatologie und hat uns sozusagen auf den Kongressmann mitgebracht die über die Neurologie hinausgehende Perspektive auf das Komplimentsystem.

00:23:33: Mit Bezug auf die Neurologie und das macht ja sowieso immer Spaß wenn man sich dann doch noch einmal die anderen Fachbereiche anschaut.

00:23:38: denn es ist ja schon ganz oft so auch bei uns in der Neuro-Logie und speziell in der neuroimmunologie wir nehmen die Mechanismen die in anderen Fachrichtungen kommen und übertragen sie auf unsere Probleme Und so war das ja auch.

00:23:49: Also man hat erstmal einen Crash-Kurs nochmal bekommen über die verschiedenen Wege des Komplimentsystems, wie war das jetzt noch mal mit dem klassischen Lactin Alternative Pathway?

00:23:56: Das war glaube ich eher so... Da hat man sich ein bisschen ins Studium zurück versetzt gefühlt.

00:24:00: aber was sie spannend fand sind die ganzen Effekte des Komplementsystems, die ich jetzt gar nicht kannte wo sie auch wirklich nochmal aufgezeigt hat naja!

00:24:07: Das ist erst einmal eine Grundfunktion des angeborenen Immunsystems.

00:24:12: Es ist unfassbar alt und auch evolutionär Und ist hochkonserviert in ganz, ganz vielen Organismen.

00:24:19: Aber es hat über diese Jahrmillion muss man ja sagen immer mehr Funktion eben links und rechts dazu genommen.

00:24:26: Auch im neurologischen Kontext ist das total spannend dass es eben auch als Stressreaktion bei einem Infekt dafür sorgt, dass zum Beispiel Synapsen geschützt werden über Abbauprodukte des Komplementsystems, dass Neuroplastizität mit kontrolliert wird aber auch Dinge wie Remülinisierung etc.

00:24:45: übers Komplimentsystem mitvermittelt werden.

00:24:47: und das hat dann noch am Ende so das Takeaway, es gibt mittlerweile mehr und mehr verschiedene Punkte in der Nephrologie oder auch in der Hemmatologie ins Komplimentssystem einzugreifen.

00:24:58: und nicht eben nur diese C-V Blockade, wie wir sie jetzt von der NMOSD oder der MERSCINI kennen sondern die greifen auch zum Teil an ganz anderen Punkten im Komplimentosystem ein und je nachdem wo man das macht, hat das halt verschiedene Sekunde Effekte.

00:25:12: Das war jetzt so der Ausblick dieser Lecture.

00:25:14: Wenn wir in Zukunft an verschiedenen Stellen gegebenenfalls eingreifen, dann kann man vielleicht noch bestimmte Nebeneffekte anders mitsteuern – ein bisschen hypothetisch aber super spannend gerade weil eben auch in den Erkrankungen die wir uns jetzt im Nebenkongress anguckt haben CDP GBS eben das Komplementsystem eine gute Therapieoption darstellen könnte

00:25:37: Ja, und es da möglicherweise Zusatzeffekte noch gibt.

00:25:40: Und es hat sicherlich ja auch einen Effekt auf mögliche Nebenwirkungen und Verträglichkeit je nachdem was man da noch hemmt?

00:25:48: Ja genau und ich glaube da sind wir in der Neurologie mittlerweile auch angekommen dass die allermeisten verstanden haben das wir eben Impfstatus bei Komplimentinhibitionen genauso zu überprüfen müssen und gegebenenfalls Besonders dann hinsichtlich Minigokocken und Ponomikocken einfach sehr aufmerksam sein müssen.

00:26:02: Ja, und das eben Komplementinhibitor nicht gleich Komplimentinhibiter ist weil eben doch verschiedene Präparate an verschiedenen Stellen angreifen?

00:26:11: Super spannend!

00:26:12: Weil das sind so Themen ich weiß nicht damit beschäftigt man sich sonst oder hat man ja vielleicht auch gar nicht die Zeit sich da nochmal so reinzudenken.

00:26:17: aber... Ich denke es immer gut da auch von anderen Fachrichtungen von Immunologen sich das noch mal vom Grund auf zeigen zu lassen.

00:26:24: Da kann man auf jeden Fall Da kann man viel mitnehmen.

00:26:26: Genau, wie vielleicht noch mal so wenn wir jetzt so Richtung klinische Erkrankungsbilder denken gab es dann auch andere kleinere Highlights für dich eben aus den Neuropathien oder sowas was du sagst okay das sind noch Dinge die du mitimst für die Klinik?

00:26:40: Was kleineres was mich eigentlich auch gefreut hat ist dass es auch kleine Studien zur Antimark-Neuropathy gibt also nichts... Großes gab eine eigentlich größere retrospective Analyse, wo auch wieder gezeigt wurde dass Retoxymab eben Effekt hat.

00:26:58: Es gab Beitrag zu einer FAS II-Studie, zu einem BTK-Inhibitor bei Antimark.

00:27:07: Das sind alles sehr vorläufige Dinge die jetzt zum momentanen Zeitpunkt nicht keinen Rieseneffekt haben.

00:27:13: aber es ist erfreulich dass gerade zu dieser ja sonst eher schwer behandelbaren Unterform der Immunnäuropathien es auch Studien gibt und man da in der Zukunft gerade einen Anbetracht von den Patienten die wir sehen oder die wir nicht gut behandeln können vielleicht doch einmal mehr Evidenz klarer sagen können, das hilft oder aber auch vielleicht noch neue Präparate gibt.

00:27:34: Das hat mich zum Beispiel noch

00:27:36: gefreut.".

00:27:37: Ja und das ist irgendwie auch der Spannende an dem Feld?

00:27:40: Oder man hat diese seltenen Erkrankungen.

00:27:41: dann gab es aber auch eine große retrospective Analyse zum Beispiel die fand ich spannend zur diabetischen Polyneuropathie wo man mal drauf geschaut hat okay auch unabhängig vom HBRNC, welche Präparate helfen denn oder haben protektiven Effekte bei der diabetesen Brulinöropathie und waren jetzt viele alte Bekannte dabei wie eben auch Metformin- oder SGLT II Hammer.

00:28:02: Aber zum Beispiel auch die neuen Klasse der GLP I Analoga wo er gezeigt wurde das ist sogar unabhängig vom Diabetes-Patienten eben einen positiven Schutzeffekt auf die Polyneuropathie haben kann.

00:28:21: Was ich spannend fand, hätte ich vielleicht auch gar nicht so antizipiert.

00:28:23: Das Retrospektiv muss man ein bisschen mit Vorsicht betrachten aber irgendwie interessant.

00:28:28: Spannend, dass einfach da noch zusätzliche Effekte gibt.

00:28:32: Ja was man schon eigentlich Plausibel klingt weil bei der diabetesen Neuropathie ist so häufig Da wird viel dran geforscht und trotzdem weiß man auch nicht hat man doch nicht den einen Mechanismus gefunden Der die jetzt auslöst sodass es ja durchaus plausibel ist das sehr viele Dinge rein spielen Die eben nicht rein über dem Blutzucker vermittelt werden Und gerade die Medikamente da auch ein positiven Effekt haben können denke ich gibt auch Hoffnung für die Patienten Dass mal doch helfen kann weil es ja doch auch Patienten mit einem eigentlich gut eingestellten Diabetes gibt, die in den Neuropathien entwickeln.

00:29:03: Ja, finde ich außer spannend.

00:29:05: Ich glaube das sind Themen, die verstehen wir einfach noch zu wenig.

00:29:08: Was schädigt den Nerv dann letztendlich und wie können wir denen da verschützen?

00:29:12: An der Stelle muss man sagen was in dem Fall Schade war ist dass sie zum Beispiel Mehrfachtherapien so ein bisschen ausgeklammert hatten, was natürlich nicht ganz der Realität entspricht.

00:29:20: So ist es halt.

00:29:21: Ja, ich denke da muss noch weitere Studien dazu geben und es zeigt nur wie viel Bewegung auch in dem Feld drin ist und zeigt auch wie heterogen die Purple Nerve Society mit der diabetesen Neuropathien den Herediterin, den Autoimmunen, den Toxischen.

00:29:36: Es war wirklich von allem wieder was dabei, was doch für unseren Alltag relevant ist.

00:29:41: Und mit einer großen Spannbreite.

00:29:42: man hat einerseits die schon spannenden Forschungs-Sessionses gab eine Session zum Beispiel auch zu Gentherapien eben bei Hereditären, wo ich muss sagen da bin ich ein bisschen out of my waters wenn dann verschiedene Mausmodelle und nochmal andere Vektoren diskutiert werden.

00:30:01: Und was jetzt für den bestimmten Fall der beste Vector ist aber sich das mal anzusehen war sehr spannend.

00:30:06: Dann hat man aber andererseits die klinischen Takeaways, wo man doch sehr konkrete klinische Sessions hat und auch ein paar Sachen mitnimmt für die Praxis wie zB in dem Fall.

00:30:18: Ich finde, dass man sich das schon merken kann.

00:30:19: Das ist eine gute Diabetestherapie – ich meine, das wusste mir vorher auch -, aber dass die eben bei einer diabetischen Polyneuropathieschützt oder eben das was ich eben gesagt habe einfach diese Bestätigung der Dingen, die man vielleicht schon weiß ja noch mal in großen Kohorten gezeigt werden wie das wir wissen beim GBS kommt, das allwas spät.

00:30:39: also müssen wir trotzdem bei dem Hochgrading Verdacht schon früh behandeln?

00:30:43: Ja!

00:30:44: finde ich auf jeden Fall auch wichtig, dass man einfach dann rechtzeitig dran denkt und da nicht so zögerlich ist.

00:30:49: Darf

00:30:49: es für dich noch andere klinische Takeaways wo du sagen würdest?

00:30:53: Ja, es ist vorhin schon angeklungen.

00:30:55: Neurofilament finde ich spannend hat ja auch verschiedene Formen von Neuropathien wieder betroffen.

00:31:01: beim Kongress wurde zur Bordhetsumib gezeigt zu Ameloidose da es ein Marker ist, ein axonaler Marker was natürlich zeigt.

00:31:09: klar das nicht spezifisch aber wo ich doch denke im klinischen Alltag ist es durchaus etwas was man gerade wenn man diese Unsicherheit hat auch ob Patienten jetzt in Remission sind bei zb einer CDP wie viel Krankheitsaktivität noch da ist doch ein Baustein sein kann, der am weiterhelfen kann.

00:31:25: Zumindest innerhalb eines Patienten im longitudinalen Vergleich wenn man das doch eher niedrigschwelliger in der Zukunft mal bestimmt was auch wieder bei einem anderen Thema ist.

00:31:37: was ich immer mitnehme Es ist nicht neu, dass man einfach Remissionen immer im Blick haben muss.

00:31:44: Dass man nicht ewig weiter therapieren soll.

00:31:46: Da gibt es auch eine Studie die das zwar wieder in der retrospektiven Auswahl und gezeigt hat aber doch noch mal unterstrichen hat als viele Patientenremission gehen.

00:31:55: Und ich denke ja kann ich mir schon vorstellen dass man da zusätzlich solche Progressionsmarker noch mehr heranzieht um da Entscheidungen zu treffen.

00:32:04: Ja liebe Katrin, wir haben jetzt über so viele Themen schon gesprochen.

00:32:07: Ich glaube es zeigt auch einfach eben diese Spannbreite haben wir gerade schon gesagt.

00:32:10: aber was erwartest du denn jetzt vom Kongress nächstes Jahr?

00:32:14: Wo geht das Feld hin und was sind vielleicht spannende Sachen die du dir wünschen würdest?

00:32:17: In Anbetracht der vielen laufenden Studien grad Zurückzulassungsstudien als auf Phase zwei Studien Hoffe ich natürlich, dass nächstes Jahr in Chicago dann auch Ergebnisse präsentiert werden zu neuen Medikamenten bei den Immuneuropathien.

00:32:33: Bei der CDP, bei der MMM.

00:32:35: Da besteht große Hoffnung und eigentlich unmittelbar damit zusammenhängend auch das wir in der Zukunft vielleicht noch nicht nächstes jahr aber dann in den folgenden Jahren auch Biomarker entwickeln können die uns vorher zeigen welcher Patient überhaupt auf welches dieser Medikamente anspricht also bei welchen Patienten welcher Pathomechanismus Vordergrund steht, damit die richtigen Patienten dann auch die richtige Medikamente bekommen.

00:32:58: Wenn wir dann mehr Medikamente haben ich denke da braucht es dann noch spezifische Biomarker, da reicht das so was für Neurofilament eben nicht aus weil's eben unspezifisch ist.

00:33:08: Und ja, auch vielleicht durch so Proteom-Daten, wo wir jetzt gerade es viele Ergebnisse gab.

00:33:13: Dass sich da vielleicht doch dann Dinge rauskristallisieren die man da noch mehr untersuchen kann.

00:33:19: Ich finde das eine total schöne Vision, dass man quasi dahin kommt Wir sehen heute diese klinischen Phenotypen und können irgendwie klassern und sehen bei den einen klappt das allen ein bisschen besser.

00:33:26: Bei dem anderen das andere.

00:33:27: aber eigentlich wollen wir das ja vorher wissen.

00:33:29: Ja, wir wollen nicht trial and error sondern wir wollen wirklich zielgerichtete Therapie.

00:33:34: Deswegen finde ich die Biomarkerforsung eben auch sehr wichtig.

00:33:37: in dem Zusammenhang, ja.

00:33:38: Das ist ganz spannend!

00:33:39: Kann ich nur unterstreichen wenn wir es dann schaffen biologische Biomarker, digitale Biomaker und vielleicht noch dieses klinische Gesamtbild gut zusammenzubringen?

00:33:49: Dann macht man glaube ich einfach auch bessere Medizin.

00:33:51: Ja ich kann nur sagen für mich war das eine total spannende Erfahrung.

00:33:54: also der Kongress an derseits hat mir das Gespräch mit ihr halt auch total Spaß gemacht und den Podcast hier aufzunehmen Ja und ich freue mich, dass es ja dann demnächst die nächste Folge von Synaptor gibt.

00:34:06: Und zwar aus Florenz glaube ich?

00:34:08: Ja genau!

00:34:08: Aus Florens und zwar vom ICNMD.

00:34:12: Dort wird's auch um neue muskuläre Themen geben und ich denke das wird auch spannend und mir hat´s auch Spaß gemacht.

00:34:20: Ich freue mich bei der Podcast-Folge in dem Fall als Zuhörer spannend mit dabei zu sein hoffentlich noch ein paar spannende Neuigkeiten sowohl für Praxis, Klinik aber auch mit der Forschungsbrille natürlich dann mitzunehmen.

00:34:33: Wenn euch oder Ihnen der Podcast heute gefallen hat, dann folgen Sie auf jeden Fall diesen Podcast um die weiteren Folgen nicht zu verpassen und damit verabschieden wir uns ja heute aus Berlin!

00:34:43: Ja danke

00:35:15: schön!

00:35:18: Wiedersehen!

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